

Die Nutzfahrzeugsparte von MAN stärkt ihr Servicegeschäft in Deutschland. Mit einem neuen Zukunftstarifvertrag investiert die MAN Truck & Bus Deutschland GmbH rund 160 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung ihres Vertriebs- und Servicenetzes. Parallel erweitert der Hersteller seine Serviceleistungen im Nutzfahrzeugbereich – unter anderem durch eine verlängerte Sachmängelhaftung für mehrere Lkw-Baureihen sowie zusätzliche Ladeinfrastruktur für elektrische Fahrzeuge.
Die Investitionen sind Teil eines europaweiten Programms der MAN Truck & Bus SE, die insgesamt rund 300 Millionen Euro in ihr Servicenetz investieren will. Mehr als die Hälfte dieser Summe entfällt auf Deutschland. In den kommenden fünf Jahren sollen Standorte modernisiert, erweitert oder neu gebaut werden, um die regionale Präsenz des Unternehmens zu stärken. Nach Angaben des Unternehmens betreibt MAN bereits heute das größte herstellereigene Servicenetz im deutschen Nutzfahrzeugmarkt.
Der zugrunde liegende Zukunftstarifvertrag mit dem Titel „Gemeinsam für Wachstum“ wurde gemeinsam mit der Mitbestimmung und der IG Metall abgeschlossen. Er soll Planungssicherheit für Standorte und Beschäftigte schaffen und gleichzeitig die Weiterentwicklung des Servicegeschäfts unterstützen.
Ein zentraler Bestandteil der Vereinbarung ist eine Qualifizierungsoffensive für die Beschäftigten. Das Schulungsbudget wird verdoppelt, zusätzlich sind jährlich feste Trainingstage vorgesehen. Schwerpunkte der Weiterbildung liegen insbesondere auf Elektromobilität und neuen Serviceprozessen. Ziel ist es, Diagnosen und Reparaturen künftig schneller und effizienter durchführen zu können.
Auch im Bereich der Elektromobilität baut MAN seine Infrastruktur aus. Am Standort Berlin-Wildau sollen in Kürze vier zusätzliche Ladesäulen in Betrieb gehen. Damit will das Unternehmen zusätzliche Kapazitäten für den Betrieb elektrischer Nutzfahrzeuge schaffen und Kunden beim Umstieg auf alternative Antriebe unterstützen.
Für Transportunternehmen erweitert MAN zudem den Umfang der Sachmängelhaftung. Für viele Modelle der Baureihen TGX, TGS, TGM und TGL gilt künftig eine Absicherung von drei Jahren beziehungsweise bis zu 360.000 Kilometern für das Gesamtfahrzeug. Für den Antriebsstrang wird die Absicherung auf ein viertes Jahr beziehungsweise bis zu 480.000 Kilometer ausgeweitet.
Nach Angaben des Unternehmens soll dies die Planungssicherheit für Betreiber erhöhen und zur Stabilität der Betriebskosten beitragen.
Mit Investitionen in Infrastruktur, Qualifizierung und Serviceleistungen reagiert MAN nach eigenen Angaben auf steigende Anforderungen im Nutzfahrzeugmarkt – insbesondere im Zuge der Elektrifizierung und der zunehmenden Bedeutung von Service und Verfügbarkeit im Transportgeschäft.
Bildunterschrift:
Mit neuen Investitionen und einem Zukunftstarifvertrag stärkt der Hersteller sein Servicenetz in Deutschland.
Foto: MAN Truck & Bus
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