√ĖPNV-Sachverst√§ndige schlagen Alarm
 


9-EURO-TICKET

√ĖPNV-Sachverst√§ndige schlagen Alarm

Montag, 16.05.2022

Die Sachverst√§ndigen aus der Verkehrsbranche und kommunalen Spitzenverb√§nden haben in gro√üer Einigkeit in der heutigen Anh√∂rung des Verkehrsausschuss vor einer dauerhaften Angebotsverschlechterung im √ĖPNV gewarnt, wenn die Ampel-Regierung weiterhin die Anhebung der Regionalisierungsmittel zur Finanzierung des √ĖPNV ablehnt: ‚ÄěDie Bundesregierung muss den 2,5 Milliarden-Deckel zur Kompensation des 9-Euro-Tickets √∂ffnen.‚Äú

Weder die kommunalen Aufgabentr√§ger noch die privaten Verkehrsunternehmen seien in der Lage, die massive Kostensteigerung f√ľr Treibstoff, die Umr√ľstung der Fuhrparks auf E-Antrieb oder Wasserstroff und die Gewinnung von Fahrernachwuchs zu tragen. Wenn nun auch das 9-Euro-Ticket die Liquidit√§t der Unternehmen absauge, stehe nicht weniger als die Existenz der privaten Verkehrsunternehmen auf dem Spiel, die die H√§lfte aller Busse in Deutschland betrieben, und auf die St√§dte und Kreise als Gesellschafter kommunalen Verkehrsbetriebe k√§men enorme Verlustausgleichszahlungen zulasten der kommunalen Haushalte zu.

Die Branchenvertreter waren sich einig, dass nach Auslaufen des 9-Euro-Tickets Ende August Fahrplank√ľrzungen und Fahrpreisanhebungen unvermeidbar seien, sollte die Ampel bei ihrer restriktiven Haltung zur ausk√∂mmlichen Finanzierung des √ĖPNV bleiben.
Henning Rehbaum, CDU/CSU-Mitglied im Verkehrsausschuss (Foto): ‚ÄěDie Ampel h√§tte die Sachverst√§ndigen um Rat bitten sollen, bevor sie das 9-Euro-Ticket am gr√ľnen Tisch erfunden haben. Durch das 9-Euro-Ticket entsteht kein zus√§tzlicher Meter √ĖPNV-Angebot, doch es kostet 2,5 Milliarden Euro. Dieses Geld fehlt f√ľr den Angebotsausbau im √ĖPNV, den wir alle wollen, insbesondere in l√§ndlichen Regionen. Allein um den Status Quo im √ĖPNV zu halten, braucht es zus√§tzliche Mittel im Milliardenbereich. Die Sachverst√§ndigen haben Recht, dass das 9-Euro-Ticket wohl eine sozialpolitische Ma√ünahme, aber keine Verbesserung der Mobilit√§t ist. Wenn die Ampel nicht umgehend die Regionalisierungsmittel f√ľr den √ĖPNV anhebt, haben wir nach dem 9-Euro-Ticket weniger √ĖPNV als vorher. Und wenn die Ampel sich nicht bewegt, herrscht im √ĖPNV nach dem 9-Euro-Party Katerstimmung mit Fahrplank√ľrzungen, Insolvenzen und frustrierten Fahrg√§sten.‚Äú



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