
Rudi Schmidt zum Thema „Busfahrer-Mangel“: Busunternehmerin Barbara Huber, Inhaberin und – obwohl erziehende Mutter – zugleich auch selbst Busfahrerin im eigenen Unternehmen, hat hier ein Thema angerissen, dass allen Busunternehmen unter den Nägeln brennt. Das Thema des immer mehr zunehmenden Busfahrer-Mangels. Daraufhin erreichte EuroBus diese Zuschrift von Reisebüro und Busreisen Thürauf, Bad Windsheim. „Sehr geehrte Damen und Herren, anbei ein paar Worte unseres Chefs Rudi Schmidt zum Diskussions-Thema “Busfahrer-Mangel“. Der Fahrermangel in der gesamten Busbranche sowie auch im LKW-Sektor wird in den nächsten Jahren immens steigen. Gutes, immer älter werdendes Fachpersonal wird in den Ruhestand gehen, und es wird kein qualifiziertes mehr nachkommen. Bereits heute ist in den Städten festzustellen, dass im Linienverkehr fast ausschließlich ausländische Fahrer eingesetzt werden (müssen). Durch den Wegfall des kostenlosen Busführerscheins bei der Bundeswehr und den neuen Auflagen der EU, ist niemand mehr bereit ca. 8000,- Euro in den Busführerschein zu investieren und dann keine geregelte Arbeitszeit zu haben. Auch in der Gastronomie ist bereits zu erkennen, dass kaum jemand mehr bereit ist am Wochenende oder nachts zu arbeiten. Von Seiten des Arbeitsamtes gibt es auch keine Lösungen, um hier Gelder für Umschulungsmaßnahmen bereitzustellen. Es ist vielmehr zu erkennen, dass die Aufgaben des Arbeitsamtes heutzutage viel mehr von Zeitarbeitsfirmen übernommen werden. Der Leitfaden eines jeden Unternehmers MUSS daher sein, selbst auszubilden, um dem Busfahrer-Mangel entgegen zu steuern und dafür eventuell sogar Fördermittel zu erhalten! Dem sollten alle Unternehmer nachkommen und sich um Azubis bemühen. Wir selbst bilden bereits aus, aber es ist schwierig, jemanden für diesen Ausbildungsberuf zu gewinnen. Ein großer Nachteil ist, dass der Busführerschein im Rahmen der Ausbildung erst ab 18 Jahren möglich ist. Vorher müssen die Azubis diese Zeit überbrücken, indem sie z.B. eine Kfz-Ausbildung in der hauseigenen Werkstatt machen, um dann mit 18 Jahren die Ausbildung des Berufskraftfahrers im Personenverkehr zu beginnen. Diese können sie dann bei entsprechender Leistung auf 2 Jahre verkürzen, dennoch befinden sich die 16-jährigen Azubis insgesamt 4 Jahre in der Ausbildung! Verglichen mit jedem anderen Ausbildungsberuf zu lange natürlich. Von großer Wichtigkeit sollte es daher sein, dass für diesen für den Unternehmer sehr kostenintensiven Ausbildungsberuf Fördermittel von der EU bereitgestellt werden müssen. „Image aufpeppen“ Generell gehört das Image des Busfahrers aufgepeppt und mehr Werbung für den neuen Ausbildungsberuf gemacht (Schulen, Öffentlichkeit). Ein Reisebusfahrer muss von der Qualifikation (große Verantwortung, technisches Know How, hervorragende Geografie- und Geschichtskenntnisse) her sehr vielseitig sein, dies gehört mehr herausgestellt. Problematisch ist es allerdings, dass im Reise- und Linienverkehr es nicht möglich ist, die Fahrer übertariflich zu bezahlen, da speziell von Ost-Europa Firmen durch Billigstlöhne und –preise Aufträge wegfahren und sogar noch von der EU die Reisebusse bezuschusst bekommen.“ Das Team vom Omnibusunternehmen Thürauf Nicole Schmidt Thürauf GmbH Reisebüro & Busreisen Ipsheimer Str. 10 D-91438 Bad Windsheim Tel.: +49 (0)9841-6606 - 45 Fax: +49 (0)9841-6606 -11 n.schmidt@thuerauf-reisen.de https://www.thuerauf-reisen.de