

24% der Deutschen wollen 2013 mehr Reisen machen als im Vorjahr, 17% eher weniger; 28% wollen mehr Geld für Reisen ausgeben, 18% weniger. Dies geht aus den ersten Ergebnissen der Reiseanalyse hervor, die bei der Touristikmesse CMT in Stuttgart von der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) vorgestellt wurden. Auch 2013 werden demnach Urlaubsreisen im eigenen Land mit etwa 30% den ersten Platz der Hitparade einnehmen, es folgen Spanien, Italien, die Türkei und Österreich. Knapp zwei Drittel aller Urlaubsreisen gehen jedes Jahr in eines dieser fünf Zielländer. Dennoch gibt es auch hier Dynamik: Laut den Präferenzäußerungen der Befragten haben Fernziele, Mittelmeerländer und Destinationen in Skandinavien Chancen auf einen Zuwachs an deutschen Urlaubsgästen. Allerdings wächst das Interesse an fast allen Urlaubregionen. Das zeigt eine hohe Flexibilität auf der Kundenseite, die Urlauber sind „multioptional“ und sehen in vielen Destinationen die Möglichkeit, ihre Urlaubsbedürfnisse zu befriedigen. So werden die Reiseziele immer austauschbarer, selbst wenn sie sich objektiv unterscheiden. Das gilt analog auch für die Urlaubsformen. Die Klassiker bleiben hier auch 2013 die bedeutendsten Reisearten: Strand-, Ausruh-, Natur-, und Familienferien. Wachstum ist in bislang kleineren Segmenten (z.B. Kreuzfahrt; Radreisen; Wellness; Bauernhofurlaub) zu erwarten. Vor diesem Hintergrund und unter der Annahme einer weitgehend stabilen wirtschaftlichen Situation der Privathaushalte erwarten die FUR-Forscher wieder ein starkes Jahr für den Urlaubstourismus. Die deutschen Reiseveranstalter rechnen für 2013 ebenfalls mit Nachfrage- und Umsatzsteigerungen.