Staufer-Medaille für Dr. Witgar Weber
 


WBO 75 JAHRFEIER:

Staufer-Medaille für Dr. Witgar Weber

Donnerstag, 01.12.2022

(lop) Große Anerkennung für die Verbandsarbeit des WBO und speziell für ihren in den Ruhestand gehende langjährigen Geschäftsführer Dr. Witgar Weber: Zur Feier des 75jährigen Jubiläums des Verbands baden-württembergischer Omnibusunternehmen (WBO) in der Stuttgarter Messe würdigten Wegbegleiter und Verkehrspolitiker vor rund 320 anwesenden Busunternehmer:innen, Verbandsvertretern und Landtagsabgeordneten die herausragenden Leistungen des WBO über die Jahrzehnte hinweg. Allen voran Ministerpräsident Winfried Kretschmann: „Der WBO war und ist nicht immer ein einfacher aber stets kompetenter Gesprächspartner“. Dr. Weber überreichte er in Würdigung dessen engagierter Tätigkeit die Staufer-Medaille des Landes Baden-Württemberg (Foto oben).

49-Euro-Ticket

Auf die aktuelle Diskussion um das geplante 49-Euro-Ticket eingehend, das voraussichtlich im April 2023 eingeführt werden soll, sieht Kretschmann bezüglich der Finanzierung zwar „Bund und Länder gleichermaßen in der Pflicht“, betonte aber: „Nun ist der Bund am Zug“ und forderte eine Erhöhung der Regionalisierungsmittel um mehr als 1 Mrd Euro im Jahr. Das Land Baden-Württemberg habe auch im Hinblick auf die Energiekrise bereits unterstützende Maßnahmen für den Mittelstand umgesetzt und zinsverbilligte Darlehnen (2,1% statt 4%) gewährt, die ab sofort abrufbar seien. Eine Härtefall-Programm sei ebenso in Arbeit sowie ein neues Bürgschaftsprogramm in Höhe von 2,6 Mrd. Euro.

Bürokratie abbauen

Der Ministerpräsident setzte sich gleichzeitig für die „radikale Umsetzung der Verkehrswende“ und konsequenten Transformation des Verkehrs für den Klimaschutz ein und versprach einen Abbau der Bürokratie, unter der die Busunternehmen besonders leiden. „So kann es in Deutschland nicht weitergehen, wenn wir international wettbewerbsfähig bleiben wollen.“

Finanzierung vorher klären

An dieses Versprechen wolle ihn die bdo-Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard gerne noch einmal zu einem späteren Zeitpunkt erinnern, betonte sie in ihrem Grußwort. Ein 49-Euro-Ticket, „mit der das gesamte bewährte ÖPNV-System auf den Kopf gestellt wird“, könne nur dann umgesetzt werden, wenn auch vorher die Finanzierung gesichert sei, betonte sie noch einmal die klare Position des Bundesverbands bdo. Darüber hinaus würden die errechneten 3 Milliarden Euro nicht ausreichen, um die Verluste auf Seiten der ÖPNV-Betreiber annähernd zu decken, mahnte sie die Klärung einer Nachschubfinanzierung- ebenfalls vorab- an. Zumal der Verband der Verkehrsbetriebe, VDV, inzwischen eine Summe von 4,7 Mrd. Euro vorgerechnet habe. Unterstrichen wurde dies von Dr. Alexander Pischon, der als Vertreter der - „im Ländle“ ungewohnt partnerschaftlich mit den privaten Busunternehmen zusammenarbeitenden- kommunalen Verkehrsbetriebe ebenfalls eine Vorab-Klärung einer Nachschubfinanzierung forderte, falls die eingeplante Summe nicht ausreiche.

Kein „Beamten-ÖPNV“

In einer Talkrunde mit Dr. Gisela Volz, der langjährigen Vorsitzenden des Verbands und dem jetzigen WBO-Vorsitzenden Klaus Sedelmeier (Foto unten), sprach sich Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann allerdings dafür aus, „erst einmal ein Jahr abzuwarten“ und danach diese strittige Frage anzugehen. An die anwesenden Busunternehmen gerichtet, stellte Hermann klar: „Wir brauchen Sie auch in Zukunft als innovative Busunternehmen, ich will keinen Beamten-ÖPNV“:

(Weitere Berichte über die Jubiläumsfeier im neuen EuroBus).



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