

„Vielleicht spart die Wirtschaftskrise den Gruppenreisemarkt aus.“ Das Prinzip Hoffnung, das bei Beginn des 35. RDA-Workshops die Runde machte, entsprach offenbar der Sichtweise der gezählten 10. 989 Einkäufer. Trotz schwieriger Zeiten, und anders als Skeptiker vorher wähnten, zog das Aufkommen mit dem im Vorjahr gleich, „fast auf den Punkt genau“, wie Karin M. Kohls, Geschäftsführerin der Workshop Service GmbH herausstrich. 78,9 % der Besucher kamen aus dem Inland – 21,1 % aus dem Ausland. Das Verhältnis vier zu eins hatte Bestand gegenüber dem Mittelwert der zurückliegenden zehn Jahre. Unverändert die Rangfolge der wichtigsten Einzugsräume: 57,6 % der deutschen Besucher sind in den drei Bundesländern mit dem größten Unternehmensbestand zuhause, in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Ergiebigste Drittländer waren wieder Österreich, Belgien, die Niederlande und die Schweiz; hierauf entfielen 53,7 % des Auslandspublikums. Eine Überraschung war das Mehr an dänischen Besuchern; ihr Anteil wuchs am stärksten auf jetzt 3,2 %. 91,5 % der Besucher testierten laut RDA-Umfrage, die Breite und Tiefe der Themen- bzw. Angebotspalette hätte ihren Erwartungen „im großen und ganzen“ oder „sehr gut“ entsprochen. Eingegrenzt auf die klassische Kernzielgruppe Busreiseveranstalter äußerten sich sogar 94,1 % höchst-/zufrieden – und hier vor allem die Gruppe der Inhaber und Gesellschafter (97 %). 88,1 % waren sich bereits sicher oder nannten es wahrscheinlich, im nächsten Jahr erneut nach Köln zu fahren. Noch etwas deutlicher fiel das Echo der Veranstalter aus: 90,9 % der Bus- und 89,8 % der übrigen Reiseanbieter äußerten, in zwölf Monaten dabei sein zu wollen. Die Besucherstruktur glich dem langjährigen Bild. Reiseunternehmen steuerten 76,4 % bei. Der Anteil der Busreiseveranstalter ging allerdings leicht zurück (42,9 %), während andere Gruppenreiseveranstalter / Reisebüros etwas stärker vertreten waren (33,5 %). Für 11,4 % des Zulaufs sorgte wie gehabt die Hotellerie. Das Gastgewerbe tritt auf dem RDA-Workshop durchaus als Einkäufer auf, zum Beispiel um die für Arrangements benötigten Fremdleistungen zu beschaffen.