




(lop) Einem beispiellosen Einbruch im Tourismus 2020 folgt eine weiterhin starke Nachfrage nach Reisen in diesem Jahr, gepaart mit viel Optimismus: Wie Prof. Dr., Martin Lohmann (Foto) von der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) soeben zum Auftakt der morgen beginnenden virtuellen ITB NOW per Videokonferenz erläutert hat, geben die ersten Ergebnisse der Reiseanalyse (RA) Anlass zu berechtigter Hoffnung auf ein Wiedererstarken des Tourismus ex Deutschland – sofern es die politischen Rahmenbedingungen zulassen (Grafiken: RA 2021).
Beispielloser Einbruch
Die Corona-Pandemie hat der erfolgsverwöhnten Reisebranche zuvor unvorstellbare Rückgänge beschert: Für das Jahr 2020 wurden rund 20% weniger Urlaubsreisende erfasst, 30% weniger Urlaubsreisen, 40% weniger Gesamtausgaben bei Urlaubsreisen und 60% weniger Kurzurlaubsreisen als im Jahr zuvor. Die Entwicklung verlief dabei in verschiedenen Segmenten unterschiedlich: Die größten Rückgänge gab es bei Auslandsreisen (fast -50%), bei Pauschal- und Bausteinreisen (-50%) und Flugurlaubsreisen (fast -60%).
Bei den Kurzurlaubsreisen war der Einbruch Lohmann zufolge dramatisch. Die Zahl sank von 92 Mio Kurzurlauben unter 4 Tage in 2019 auf 30 Millionen im vergangenen Jahr. Die Geschäftsreisen sind völlig eingebrochen.
Busanteil halbiert
Der Reisebus war unter den Verkehrsmitteln durch die Verbote sehr stark betroffen: Der Marktanteil der Busreisen am corona-geschmälerten Gesamtkuchen hat sich von in den Vorjahren stabilen 8% auf 4% halbiert (Flug zurück auf 26%, Bahn auf 7%, Pkw gestiegen). Auch die Hotels haben stark gelitten – ein Übernachtungsrückgang auf 43% wurde letztlich festgestellt.
Ausblicke optimistisch
Dennoch sind die Ausblicke der Forschungsgemeinschaft FUR durchaus optimistisch: „Das Interesse am Verreisen ist weiterhin sehr stark“, so Lohmann – explizit auch für Busreisen.
Insgesamt wollen 49% der Befragten (6.000 Personen über 14 Jahren in face-to-face Interviews trotz Corona) eine Urlaubsreise in 2021 unternehmen. 21% davon kennen bereits das Ziel, 28% noch nicht. 38% sind noch unsicher, nur 14 % haben keine Urlaubsreisepläne. Kreuzfahrten würden „keineswegs abgestraft“, das Interesse an Städtereisen sei durch die Verbote nur noch gestiegen. Ebenso wie an Großbritannien, wobei keine negativen Auswirkungen durch den Brexit oder die Inzidenz-Zahlen festzustellen seien. Die gesellschaftlichen Themen Nachhaltigkeit oder auch CO²-Reduzierung spielten bei den Reiseplänen kaum eine Rolle – „ es gibt keinen Indikator dafür“, so Lohmann.
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