

Die Reiselust der Deutschen bleibt 2026 hoch: 62 Prozent der Bevölkerung planen laut einer YouGov-Umfrage im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) private mehrtägige Urlaubsreisen. 36 Prozent wollen sogar mehrmals verreisen, nur 19 Prozent schließen eine Reise in diesem Jahr aus. Jeder vierte Befragte plant zudem, länger unterwegs zu sein als 2025.
„Die Deutschen sind auch 2026 erkennbar reiselustig, trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten. Sie wollen reisen – und zwar gut geplant und mit klarem Fokus auf Preis-Leistung, Sicherheit und Komfort“, sagt BTW-Präsident Sören Hartmann. Das sei ein positives Signal für Anbieter im In- und Ausland.
Bei den Reisearten liegen Badeurlaub und Städtereisen mit jeweils 38 Prozent ganz vorn. Dahinter folgen Natur- und Abenteuerreisen (24 Prozent) sowie Kultur- und Rundreisen (21 Prozent). Als Ziele bevorzugen die meisten Befragten Europa: 51 Prozent planen Reisen innerhalb Deutschlands, 56 Prozent in andere europäische Länder.
Beim Verkehrsmittel bleibt das Auto mit 55 Prozent die erste Wahl, gefolgt vom Flugzeug (43 Prozent) und der Bahn (23 Prozent). Zeitlich setzen viele auf Reisen außerhalb der Schulferien: 37 Prozent planen im ersten Halbjahr, 35 Prozent im zweiten Halbjahr zu verreisen. In den Sommerferien wollen 31 Prozent unterwegs sein, während 20 Prozent noch unentschlossen sind. Besonders Menschen über 55 Jahre reisen überdurchschnittlich oft außerhalb der Ferienzeiten, während Familien stärker an die Schulferien gebunden sind.
Für die Wahl des Reiseziels spielen persönliche Erfahrungen eine große Rolle: 49 Prozent lassen sich davon inspirieren, 34 Prozent von Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis. Buchungsportale (24 Prozent) und Online-Empfehlungen (23 Prozent) folgen mit Abstand. „Authentizität und Vertrauen sind entscheidend – digitale Plattformen und Social Media spielen eine Rolle, aber persönliche Erlebnisse bleiben der wichtigste Treiber“, so Hartmann.
Wichtigster Entscheidungsfaktor bleibt ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis (62 Prozent). Weitere zentrale Kriterien sind sommerliche Temperaturen und wenig Regen (34 Prozent), eine stabile politische und wirtschaftliche Lage am Zielort (31 Prozent), eine einfache Erreichbarkeit (31 Prozent) sowie Sicherheit vor Naturkatastrophen (24 Prozent). Für 18 Prozent stehen außergewöhnliche Reiseerlebnisse im Fokus.
Das Konzept „Workation“, also Arbeiten im Urlaub, bleibt dagegen ein Nischenthema: Nur vier Prozent haben bisher entsprechende Erfahrungen gemacht, 40 Prozent kennen den Begriff nicht. Unter den Interessierten zeigt sich jedoch Dynamik: Rund ein Fünftel kann sich Workation vorstellen, vor allem Jüngere. Laut Hartmann könnte sich daraus ein Zukunftsmarkt entwickeln.
Foto: Dirk Michael Deckbar / BTW
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