

Thomas Schumann, Inhaber des krisengeschüttelten Busunternehmens Schumann Reisen aus Triptis in Thüringen, hat den RDA-Vorstand gebeten, mit sofortiger Wirkung sein Amt als Vize-Präsident des internationalen Bustouristik Verbandes bis zur nächsten Mitgliederversammlung ruhen zu lassen. Dies teilte der RDA seinen Mitgliedern in einem Rundschreiben mit. Thomas Schumann begründete diesen Schritt gegenüber von EuroBus auf Anfrage damit, dass er in der gegenwärtig schwierigen Lage seine ganze Kraft und Zeit für seine Unternehmen benötige und „das Vorstandsamt beim RDA nicht nur mit halber Kraft ausüben will.“ Das Vorzeige-Busunternehmen aus Thüringen war 2007 ins Schlingern geraten, als ein Engagement in China verlustreich endete und nicht einkalkulierte Kraftstoffpreiserhöhungen zu Millionen-Verlusten führten. „Wir haben Restrukturierungsmaßnahmen in unserer Firma abgeschlossen, aber noch nicht die finanzielle Krise überwunden“, verwies Schumann darauf, dass man unter der von den Banken zurückgefahrenen Kreditlinie leide. Der Busunternehmer betonte ausdrücklich, „dass man aus eigenen Mitteln die Gläubiger vollumfänglich bedienen“ werde. Dies benötige allerdings noch Zeit. 2008 und bereits absehbar in 2009 habe man nach der Restrukturierung mit der Verkleinerung des Unternehmens auf 70 Mitarbeiter und dem Abstoßen von Geschäftsfeldern „gute schwarze Zahlen geschrieben.“ Da auch für 2010 bereits wieder Zuwächse zu erkennen seien, sehe man „Licht am Ende des Tunnels“ und rechne damit, „in zwei bis drei Jahren wieder auf gesunden Füßen zu stehen“.