

(lop) Beim Bundeskongress des BDO in Berlin konnte sich BDO-Präsident Wolfgang Steinbrück heute morgen über die "geballte Macht des deutschen Busgewerbes" im Tagungshotel Ellington freuen. Vor zahlreichen Bundestagsabgeordneten, Staatssekretären und Vertretern der Busindustrie, betonte er einen fairen und offenen Umgang aller Betroffenen miteinander.
"Dies ist der Tag, selbstbewusst nach vorne zu blicken." Die Branche sei froh und dankbar, dass in Brüssel und Berlin die Grundpfeiler der weiteren Existenz der mittelständischen Busunternehmen gefestigt worden sind - auch unter Mitwirkung des bdo in Zusammenarbeit mit dem VDV.
Besonders ärgere ihn deshalb, dass seitens der EU schon wieder auf Veränderungen gedrängt werde. " Wir sind doch nicht die Hampelmänner der EU", forderte er die Abgeordneten auf, " dort einmal auf den Tisch zu hauen." Das zarte Pflänzlein " Buslinien-Fernverkehr" dürfe nicht mit einer Maut im Keim erstickt werden. Im Fernbusmarkt stelle sich aber auch die Frage, wo der Platz für die Mittelständler sei - als Subunternehmer oder Partner?
Sind manche Busunternehmer mutlos für die Zukunft? "Wir haben Wachstumsmärkte im Tourismus und bei Fernbussen vor uns, machen wir etwas daraus!", ermunterte er. Als " besonders heikles Thema" sprach er die Barrierefreiheit an. Steinbrück warnte vor den immensen Investitionen, die nötig wären.
Die Zukunft im Jahr 2025, seine "Bus-Vision der Zukunft", zeichnete er wie folgt auf: "Das folgenreiche deutsche Modell findet 2025 weltweite Beachtung. Der Subventionsbedarf ist stark gesunken. Die Bahn hat sich aus der Flächenbedienung zurückgezogen. Buslinien befördern auch Stückgut. Viele Geschäfte fördern Bus-ÖPNV freiwillig mit. Ein festes Linien-Netz wird ergänzt durch bedarfsgerechten Kleinbuslinien. Kostendeckung wird erzielt. Es gibt keine Anmietverkehre mehr, die Dienste für die DB AG wurden von Privaten übernommen. Die Zahl der Unternehmen hat sich zwar reduziert, es sind aber größere Einheiten mit Allianzen vielfältig Art entstanden." Unter dem Applaus der Anwesenden rief Steinbrück aus: " Wenn wir alle zusammenhalten, können wir das gut schaffen".