

(lop) "Nach einem langen Winter nimmt die Bustouristik endlich wieder Fahrt auf", freute sich Richard Eberhardt, Präsident des RDA und des Internationalen Bustouristik Verbands IBV bei der heutigen Jahrestagung in Augsburg. "Es ist Bewegung in die Branche gekommen", führte Eberhardt die Fernbus-Liberalisierung an - " ein Ergebnis langwieriger Gespräche auch des RDA mit den politischen Gremien."
Fernbusse seien "eine Chance für uns alle, den Bus positiv in der Öffentlichkeit darzustellen", jedoch kein automatischer Segen für Branche. Nur größere Unternehmen können Frequenz und Dauer garantieren. Deshalb müsse die von der Bahn und politischen Verbündeten geforderte Busmaut im Gegenzug weiter konsequent abgewehrt werden, da sie nicht nur wenige, sondern die gesamte Branche treffen. " Und das, obwohl der Bus bereits eine Überdeckung seiner Wegekosten um 300 % vorweist, die Bahn jedoch nur 65%", kritisierte Busunternehmer Eberhardt.
Ein Viertel weniger Busunternehmen
Was die Belastung der Busunternehmen in wirtschaftspolitischer Hinsicht ausrichtet, zeigte sich am Rückgang in der Branche. "25 Prozent der Busunternehmen in Deutschland haben sich in den letzten Jahren aus dem Markt verabschiedet", erinnerte Eberhardt an die dramatische aktuelle Situation. Auf der anderen Seite gebe es aber auch mehr selbst veranstaltende Reisebüros, die neue Beziehungen ermöglichen.
IBV immer wichtiger
In dieser politischen Arbeit stelle der IBV einen wichtigen Schritt zur Bündelung der Kräfte dar. Wichtige Beschlüsse wurden kurzfristig umgesetzt. " Der IBV hat bereits nachhaltige Wirkung erzeugt." Auf internationaler Ebene seien die Kontakte stark intensiviert worden. Die neu gegründete europäische Bustouristik-Allianz können europaweiten Probleme besser angegangen werden.Aus der politischen Arbeit
Was der RDA und der IBV für seine Mitglieder tut, darüber informierte RDA-Geschäftsführer Dieter Gauf. Sitzungen mit maßgeblichen Politikern, Termine mit der EU-Kommission, Gutachten für Umweltzonen, Teilnahme an Tagungen der Parteien, Vorstoß bei Lenk-und Ruhezeiten, Initiative für Steuer-Harmonisierung etc..
Neu: Die EU plane eine neue Pauschalrichtlinien-Novelle, mahnte RDA-Geschäftsführer Gauf zur Aufmerksamkeit. In Sachen Umweltzonen sind "einheitliche Flottenregelung", "entbürokratisierte Erteilung von Ausnahmeregelungen" wichtigeForderungen, die der IBV immer wieder in diesen Zusammenhängen äußert.
Über die Allianz mit Verbänden aus Italien, England, Schweden, Belgien und Frankreich, im Juli 2012 in Köln gegründet, konnte Gauf Positives berichten. Ungarn sei nun auch dabei, die Netzwerke würden sich erweitern.