Tag des Bustourismus auf der CMT
 

VERLAG EUROBUS GMBH

Tag des Bustourismus auf der CMT

Mittwoch, 16.01.2013

(lop) Die Bustouristik zeigt bei der Touristikmesse CMT in Stuttgart eindrucksvoll Flagge: 15 Busreiseveranstalter, überwiegend aus Baden-Württemberg, ziehen an ihren Ständen regelrechte Massen an. Die Busreise hat ihre Klientel, das zeigt sich auch am täglich überfüllten Gemeinschaftsstand von Gütegemeinschaft Buskomfort (gbk) und dem Verband der Baden-Württembergischen Busunternehmer (WBO), die mit dem Mannschaftsbus der deutschen Fußballnationalmannschaft einen Eyecatcher erster Güte präsentieren. Gestern zogen beide Organisationen mit dem alljährlich bei der CMt durchgeführten „Tag des Bustourismus“ auch zusätzlich Fachbesucher aus der gesamten Republik an. Auf dem Programm stand das Tagungsthema „Virales Marketing für die Bustouristik“. Die Referenten Ulrike Kaltz und Jens Oellrich vom zukunftsforschenden Institut für e-Tourismus zeigten auf , wie Busreiseveranstalter mit einer geschickten Kombination aus eigenen Ideen und Nutzung von Internet, Facebook und Twitter auf den ansteckenden „Virus-Effekt“ setzen und mit einer zeitgemäßen „Mund-zuMund-Propaganda“ über Soacial Media ungeahnte Marketing-Effekte erzielen können. Fernbus-News Doch auch am Rande dieser Tagung gab es interessante News. WBO-Vorsitzender Klaus Sedelmeier kommentierte mit sorgenvoller Mine Aktivitäten im neuen Fernbuslinien-Markt. So habe der britische „global Player“ National Express bereits seine Fühler ausgestreckt, habe aber bei der Partnersuche bei einem baden-württembergischen Busunternehmen wegen der Konditionen eine Abfuhr erhalten. Den geplanten Einstieg von ADAC und Post quittierte er dagegen mit Unverständnis. Gbk-Vorstandsmitglied Bülent Menekse (Omnibusverkehr Spillmann, Bietigheim-Bissingen) sah dagegen hier die Gefahr einer neuen potentiellen Marktmacht heraufziehen, die „genügend Finanzmittel, Struktur und Marketing-Instrumente zur Verfügung hat, um den Markt mittelfristig aufzumischen“. Menekse plädierte dafür, mit zusätzlichen, an die preiswerten Fernbus-Fahrten angehängten touristischen Reisepaketen neue Zielgruppen zu gewinnen. Busfahrer-Mangel Auch das Thema Busfahrer-Mangel brennt unter den Nägeln. Gbk-Vorsitzender Hermann Meyering kündigte neue Initiativen an, um etwa den weggefallenen Bereich der Busfahrer-Ausbildung bei der Bundeswehr mit eigenen Aktivitäten zu beleben und andererseits auch ausländische Fahrer – beispielsweise zurückgeholte, deutschsprachige Ex-Gastarbeiter – zu akqurieren. Er riet Busunternehmen dazu, sich beim Berufsförderungsdienst der Bundeswehr mit Angeboten anzukoppeln. Generell sei aber der beste Weg, eigenes Personal auszubilden. Um die hohen Kosten abzufedern, wolle man sich deshalb für Bafög-Unterstützung stark machen. Mehr über die Tagung und die angeschnittenen Themen im nächsten EuroBus.

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