
Im Nachgang zum Mitteldeutschen Omnibustag zeigen Reaktionen auf die online-Berichterstattung in der Fachpresse, dass „es wohl zu Missverständnissen in Bezug auf Äußerungen des bdo-Präsidenten zur Situation und Entwicklung im Fernbusmarkt kam“, wie der bdo jetzt erklärt. Der bdo stellt hierzu fest: „Wolfgang Steinbrück mahnte die anwesenden Unternehmer in seinem Vortrag zur Vorsicht und Achtsamkeit beim Eintritt in den neuen Markt für Busunternehmer und warnte davor, sich vorschnell in die Subunternehmerrolle zu verabschieden.“ Der bdo weiter in seiner Erklärung: Die letzten 2 Jahre haben gezeigt, dass die anstehende Liberalisierung auch zwielichtige Akteure und Glücksritter angezogen hat. In der Regel sind diese Player wieder so schnell verschwunden, wie sie aufgetaucht waren. Mehr als 15 “Start-Ups“ sind alleine in dieser Zeit beim bdo vorstellig geworden. Die meisten kamen mit schicken Power-Point Präsentationen “von der Uni“ und ausgefeilten Businessplänen, bei denen die Unternehmer “nur noch zu unterschreiben brauchen“, um “ein großes Stück vom Kuchen abzubekommen“. Die getätigten Aussagen sind daher nicht aus der Luft gegriffen, beziehen sich aber nicht explizit auf einzelne genannte Unternehmen, vor allem nicht auf Firmen und Kooperationen, die von etablierten und erfolgreichen Mittelständlern getragen werden, wie die MeinFernbus-Kooperation, da weithin bekannt ist, dass die Geschäftsführer über viele Jahre Berufserfahrung besitzen. Der bdo hat sich insbesondere in den letzten 18 Monaten im Rahmen der immer härteren Verhandlungen um das PBefG nicht von dem Entschluss abbringen lassen, an der Liberalisierung im Fernlinienverkehr festzuhalten. Mit einem hochrangig besetzten und breit besuchten überfraktionellen Infoworkshop hat der bdo bis zuletzt auch für vertretbare Regeln zur Barrierefreiheit im Fernverkehr gekämpft. Auf internationaler Ebene hat der bdo die “public-privat High-Level-Group“ initiiert, welche sich gleich zu Anfang mit den Belangen des Fernlinienverkehrs beschäftigt hat. Auch der für Anfang 2013 vom bdo geplante deutsche Ableger der HLG, der über die Verbandsgrenzen hinaus offene “Bus-Dialog Deutschland“, wird das Thema Fernbus mit allen wichtigen gesellschaftlichen und politischen Akteuren vorantreiben. Aktive und engagierte Unternehmen aus diesem Bereich sind selbstverständlich eingeladen, sich im entsprechenden Forum / Arbeitsgruppe “Fernbus“ einzubringen. Beim bdo und seinen Landesverbänden steht jedem die Tür offen, der sich zum Wohle des Gewerbes engagieren will. Vor dem Hintergrund der intensiven Aktivitäten und erfolgreichen Interessenvertretung für die privaten Busunternehmen und Deutschland und Europa bedauert der bdo, wenn ein falscher Eindruck entstanden ist. Der bdo begrüßt jede Form der Initiative mittelständischer Unternehmen, diese Marktchancen zu nutzen. „Wenn sich Unternehmen oder Einzelpersonen aktuell angegriffen oder diskreditiert gefühlt haben, bedauern wir diesen Umstand.“, so die bdo-Erklärung.