bdo gründet „Bus-Dialog“ Gruppe
 

VERLAG EUROBUS GMBH

bdo gründet „Bus-Dialog“ Gruppe

Mittwoch, 07.11.2012

(lop) Die Idee ist faszinierend und soll den gesamten Prozess künftiger EU-Richtlinien für Busunternehmen positiver gestalten: Der bdo ruft eine nationale Spitzengruppe aller beteiligten Gremien ins Leben - Arbeitstitel „Bus-Dialog“. Diese arbeitet bereits im Vorfeld neuer Gesetzgebungsvorhaben eine Bus-Position aus, bei der alle Betroffenen eingebunden sind. Ziel: Die Beeinflussung von Richtlinien-Vorschlägen der EU-Kommission auf eigene Initiative. Ein bisher einmaliger Vorgang. Start für diesen „Bus-Dialog“ ist im Januar 2013. High Level Group bdo-Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard ( auf unserem Foto mit Oleg Kamberski, Leiter Passenger Transport bei der IRU) hat diese Idee aus ihrer aktiven Mitarbeit im Vorfeld der PBefG-Novellierung und Fernbus-Liberalisierung mitgenommen. In Brüssel wurde dazu im vergangenen Jahr eine „High Level Group“ gegründet. Mitglieder sind die nationalen Spitzenverbände des Verkehrsgewerbes der EU-Mitgliedstaaten, Städte- und Landkreistage und ganz bewusst auch Vertreter der EU-Kommission. Denn dadurch sollen bereits im Vorfeld künftiger Gesetze die Positionen abgeklopft und auf Übereinstimmung gebracht werden, um langwierige Zeitspannen in der Arbeit zwischen EU-Kommission, Parlament und Verkehrsminister-Rat der EU-Länder zu verkürzen und zielgerichtet zu steuern. Dieses System, eine Art „Brainpool für den Bus“, will der bdo jetzt auf nationaler Ebene ebenfalls einführen. Lenkzeiten, Umweltzonen... Die Themen sind vielfältig und genießen für Busbetreiber oberste Priorität: Lenk- und Ruhezeiten, Wiedereinführung der 12-Tage-Regelung, einheitliche Umweltzonen in ganz Europa, Einfahrtsbeschränkungen in touristisch relevanten Städten, Maut, Achsgewichte, Barrierefreiheit, Fahrgastrechte und und und..... Ein durchaus erfolgversprechendes Unterfangen, da es von vorneherein auf Konsenz aller Beteiligen und nicht auf Konfrontation ausgerichtet ist. Die engagierte bdo-Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard dazu: „Es ist extrem wichtig, alle wichtigen Gruppierungen für künftige Entscheidungsprozesse einzubinden und Allianzen im Vorfeld zu schmieden.“ Ein erster Erfolg ihrer bisherigen Arbeit „hinter den Kulissen“ war bei der jetzt gerade beschlossenen Novellierung des PBefG der Schulterschluss mit dem mächtigen VDV (Verband Deutscher Verkehrsbetriebe), ein nicht hoch genug zu bewertendes Ergebnis für eine gemeinsame Position von kommunalen und privaten Verkehrsbetrieben, die sich in der Vergangenheit nicht immer grün waren. Der „Bus-Dialog“ Leonard sieht in einer solchen Gruppe „Bus-Dialog“ die Möglichkeit, auf dem europaweit größten und einflussreichsten Busmarkt Deutschland bereits frühzeitig gemeinsame Positionen festzulegen, die dann über die IRU in die Arbeit der „High Level Group“ in Brüssel direkt zur EU-Kommission einfließen. Der „Bus-Dialog“ soll im Januar starten. Der personelle Rahmen soll 15 Personen nicht übersteigen. Mit am Tisch werden neben dem federführenden bdo Vertreter der Städte und Landkreise, Verkehrspolitiker, Wirschaftsverbände und Busunternehmer sitzen. Mehr darüber im neuen EuroBus.

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