


(lop) Dieser BusSonntag hat neue Maßstäbe in Sachen Workshops gesetzt! Leider bescherten nur 45 angemeldete Firmen mit rund 90 Fachbesuchern der mit neuem Konzept angetretenen Veranstaltung im Holiday Inn City South Frankfurt aus Sicht der Organisatoren nicht die erhoffte Resonanz, die sie verdient gehabt hätte. Wegen der geringen Teilnahme trotz großer Marketing-Anstrengungen im Vorfeld – von der Marktforschung bezüglich des richtigen Termins, über Werbemaßnahmen und Mailings bis zu persönlichen Telefonaten mit hoher „Manpower“ - herrschte deshalb überwiegend Frustration bei den sehr engagierten „Machern“ Ansgar Zoller (La Cordée Reisen) und Adriano Matera (Tour Project) vor. Beide beenden, wie schon vor einem halben Jahr beschlossen, ihre Arbeit im Vorstand des Vereins BusSonntag e.V. Lange sah es am Workshop-Tag nicht so aus, dass es eine Fortsetzung geben würde. Offen wurde bereits das Ende des „BusSonntags“ diskutiert. Doch nachdem die Aussteller ihr eigenes Fazit gezogen hatten, plädierte die Mehrheit heute Morgen bei einer abschließenden Besprechung für eine Wiederholung. „Wir wollen es noch einmal versuchen“, lautete der Tenor, mit gleichem Konzept, aber zu einem anderen Termin, etwa Mitte Oktober, und an einem anderen Ort. Hamburg etwa war im Gespräch. „Letztendlich wird die Entscheidung über einen Fortbestand des „BusSonntag“ aber erst bei der nächsten Mitgliederversammlung fallen, wenn die Aussteller sich in ihren Unternehmen nach abschließender Bilanz entschieden haben“, betonte Adriano Matera. Dann wird auch über einen neuen Vorstand abgestimmt werden. „Interesse wurde bereits signalisiert“, freut sich Matera, dass es dann weitergehen könnte. Denn das neue Konzept mit äußerst erfrischenden „SonnTalkrunden“ im Stile aktueller Fernseh-Shows mit hohem technischen Aufwand und einem Top-Moderator ist bestens geeignet, eine neue Form erfrischender Informationsvermittlung und unterhaltsamer Präsentationen im sonst eher gediegenen Workshop-Geschehen innerhalb der Bustouristik einzuführen: Spritzig, interaktiv per Ted-Abstimmungen des Publikums und dabei noch humorvoll. Schade, wenn dies eine Eintagsfliege gewesen wäre! Über die Gründe für die schwache Resonanz aus der Busunternehmerschaft wurde ausführlich diskutiert: „Die Terminlegung lassen wir nicht als Entschuldigung gelten, schließlich haben uns die Unternehmer selbst diesen Zeitraum genannt“, betonte Ansgar Zoller. Adriano Matera führte an, „dass der Außendienst von uns Paketern inzwischen so intensiv tätig ist, dass Busunternehmer vielleicht gar nicht mehr eine solche Ordermesse brauchen.“ Auch die „allgemeine Messe- und Workshop-Überflutung“ in der Branche wurde genannt. Zoller unmissverständlich: „Wenn es unseren Mitgliedern geschäftlich keinen Erfolg mehr bringt, hören wir auf. Das ist die immense Anstrengung nicht mehr wert.“ Die Fachbesucher waren dennoch sehr positiv angetan. Letztendlich auch die Aussteller, die „ihre Botschaft“ in einem solch lebendigen Rahmen „rüberbringen“ durften. Fazit: Die Veranstaltung hätte mehr Fachbesucher verdient gehabt! Zumal die ausstellenden Partner der Busreiseveranstalter mit aktuellen Angeboten das Nachorder-Geschäft so richtig befeuert haben. (Mehr darüber im nächsten EuroBus!)