

„Die Liberalisierung des Fernbuslinienverkehrs bietet nicht nur den großen Unternehmen, sondern auch dem Mittelstand zusätzliche Chancen durch die Erschließung von Nischen. Zudem gehen wir davon aus, dass wir auch neue Kundenkreise für den Bus gewinnen können“, so Richard Eberhardt, Präsident des RDA. Der RDA rechnet damit, dass das neue Busangebot insbesondere für Personen attraktiv ist, die bisher mit dem PKW gereist sind oder die besonderen Bequemlichkeiten des Busses schätzen. Bundesweit stehen Busunternehmer bereits in den Startlöchern. Denn auch die Bustouristik rechnet mit neuen Impulsen. Spezialveranstalter könnten bspw. Vom künftigen Fernlinienverkehr profitieren. „Bei manchen Gruppenreisen ist es schwer, 40 bis 50 Leute zusammenzubekommen, die einen Reisebus füllen“, erörtert Richard. In solchen Fällen könnte der Veranstalter die preiswerten Buslinien als Zubringer nutzen. Und noch einen weiteren „alten Zopf“ hat das Kabinett abgeschnitten: Das „Unterwegsbedienungsverbot“ soll aufgehoben werden. So könnten dann zum Beispiel bei einer Ferienzielreise künftig auch Fahrgäste entlang der Fahrtstrecke aufgenommen werden. Der Gesetzesvorschlag muss allerdings noch das parlamentarische Verfahren durchlaufen und bedarf auch der Zustimmung des Bundesrates. Nach dem Willen der Bundesregierung sollen die neuen Regelungen möglichst 2012 in Kraft treten.