Zu den Gästen zählten unter anderem Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne sowie Abgeordnete des Niedersächsischen Landtages. Vertreter des Verkehrsgewerbes nutzten die Veranstaltung, um ihre Positionen und Forderungen gegenüber der Politik zu erläutern.

V.l.: GVN-Hauptgeschäftsführer Benjamin Sokolovic GVN-Vizepräsident Rainer Levelink GVN-Landesvorsitzender Heiner Koch, Minister Grant Hendrik Tonne, GVN-Vizepräsidentin Maren Urban, GVN-Vizepräsidentin Gundula Hauenstein, GVN-Vizepräsident Stefan Weigand und GVN-Vizepräsident Klaus Akkermann.
GVN-Landesvorsitzender Heiner Koch unterstrich die Bedeutung des persönlichen Austauschs. Gerade im direkten Gespräch entstünden Verständnis füreinander und die Grundlage für tragfähige Lösungen. „Zwischen Currywurst und guten Gesprächen entsteht genau das, was unsere Branche braucht: Nähe, gegenseitiges Verständnis und einen offenen Dialog“, sagte Koch.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen zentrale Anliegen des Verkehrsgewerbes. Dazu gehörten faire Wettbewerbsbedingungen, der Abbau bürokratischer Belastungen sowie die Entwicklung von Energie- und Standortkosten.Deutliche Kritik äußerte die Fachvereinigung Omnibus und Touristik an der geplanten Novelle des Niedersächsischen Tariftreue- und Vergabegesetzes. Vorsitzender Rainer Levelink sagte: „Der Zwang zur Personalübernahme und Einsicht in sensible Unterlagen gehen zu weit. Unser Appell an den Landtag: Stoppen Sie diese Vorlage.“

Volles Brauhaus beim 12. Parlamentarischen Currywurst-abend des GVN. I Fotos: GVN
GVN-Hauptgeschäftsführer Benjamin Sokolovic kritisierte die aus Sicht der Branche zunehmenden Belastungen durch steigende Kosten und nationale Sonderregelungen. Besonders die zusätzliche CO2-Belastung im Güterverkehr verschlechtere die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen gegenüber europäischen Konkurrenten. Zugleich sprach er sich für eine stärkere Entlastung des klimafreundlichen öffentlichen Nahverkehrs bei den Treibstoffkosten aus.
Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne betonte die Bedeutung des engen Austauschs mit dem GVN. Gerade in herausfordernden Zeiten sei der Dialog mit der Branche wichtig. Der Minister ging auch auf die Kritik am Tariftreue- und Vergabegesetz ein. Die Einwände der Branche würden ernst genommen. Gleichzeitig bekräftigte er, dass bestehende Tarifverträge nicht infrage gestellt würden. Die von privaten Busunternehmen beklagte Ungleichbehandlung gegenüber kommunalen Anbietern sei nach seiner Auffassung nur auf europäischer Ebene zu lösen, sagte der Minister.





