

Auf Initiative des Beauftragten der Bundesregierung für Tourismus Ernst Hinsken, MdB, empfing Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel führende Vertreter der Tourismuswirtschaft zum Branchengespräch im Kanzleramt. Unter Ihnen auch Wolfgang Steinbrück, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer (bdo). Im Vorfeld des Austausches reichte Präsident Steinbrück bereits ein Positionspapier ein, indem er drei Punkte ansprach. Darin führte er aus, dass das umweltfreundlichste Verkehrsmittel Omnibus zur Lösung der Klimaproblematik einen entscheidenden Beitrag leisten kann. Dieser würde allerdings noch gesteigert, wenn Wettbewerbsverzerrungen zwischen den Verkehrsträgern künftig vermieden werden. Zugleich bemängelte Steinbrück die schleppende Kreditvergabe seit Beginn der Finanzkrise gegenüber dem Mittelstand und warnte vor einem Investitionsstau. Schließlich widersprach Steinbrück auch einer Verstaatlichung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), da dadurch bewährte mittelständische Strukturen zerstört werden. Diesen Gedanken griff Steinbrück auch noch einmal deutlich im Kanzleramt auf. In einem dringenden Appell setzte er sich für eine Beibehaltung des bewährten Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) ein. Dabei führte er aus, dass eine Re-Kommunalisierung des ÖPNV auch negative tourismuswirtschaftliche Auswirkungen mit sich bringen würde. Immerhin wären fast alle im Nahverkehr engagierten privaten Unternehmen auch im Bustourismus aktiv. „Nimmt man ihnen ein wichtiges Standbein ihrer Geschäftsgrundlage, hätte das fatale Auswirkungen“, so Steinbrück. Generell würdigten die Vertreter der Tourismuswirtschaft jedoch die Ansätze der Bundesregierung und ihres Tourismusbeauftragten Ernst Hinsken, den Tourismus als kommende Leitökonomie fest zu etablieren. Die kürzlich verabschiedeten tourismuspolitischen Leitlinien stellen dafür einen ersten wichtigen Beitrag dar.