

Der Schmiergeldskandal beim Nutzfahrzeughersteller MAN scheint sich auch auf den Busbereich auszuwirken. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt über 100 Personen in die Vorgänge involviert zu sein, wie viele Tageszeitung bundesweit berichten. Bei einer konzertierten Durchsuchungsaktion an bundesweit 59 Objekten nahmen 300 Polizeibeamte, 100 Steuerfahnder und 26 Staatsanwälte teil. Zwei Mitarbeiter von MAN wurden dabei verhaftet. Der Verdacht: Der Absatz von Lkw und Bussen sei durch Schmiergeldzahlungen gefördert worden, die als Provisionen deklariert über Briefkastenfirmen weltweit zu Angehörigen der Empfänger transferiert worden seien. Im Geschäftsjahr 2008 hat die MAN Nutzfahrzeug Gruppe weltweit 96.000 Lkw verkauft sowie 7.200 Busse und Chassis der Marken MAN und Neoplan. Damit wurde ein Umsatz von 10,6 Milliarden Euro erzielt. Erst vor kurzem begann die Auslieferung eines Großauftrags von 400 Bussen nach Abu Dhabi.