
(lop) Der Busmarkt bleibt nicht nur in Europa auf einem Tiefpunkt. Der Absatz von Daimler Buses ist weltweit 2012 um ein Fünftel zurück gegangen - auf 32.100 Einheiten. Der Umsatz lag mit 3,9 Mrd Euro klar unter dem Vorjahreswert, das EbIT war mit minus 232 Mio Euro deutlich negativ.
Wie Weltmarktführer Daimler mit seinen europäischen Busmarken Mercedes-Benz und Setra die aktuelle Situation angeht, erläuterte Hartmut Schick ( Foto), Leiter Daimler Buses, beim heutigen Jahrespressegespräch in der Stuttgarter Konzernzentrale. Schick gab Auskunft über die weltweite Entwicklung im Busgeschäft und dabei speziell über die Perspektiven von Daimler Buses.
"2012 hatten wir eindeutig ein Busmarkt-Problem", erklärte Schick. Schuld war vor allem die angespannte Situation der öffentlichen Haushalte in ganz Europa. Speziell in Italien und Spanien ist der Markt um ein weiteres Drittel eingebrochen, in Frankreich um 12%. Auch in Deutschland wurden weniger Busse verkauft.
Auf Europa bezogen, ergibt sich folgende Entwicklung: 27.542 Einheiten in 2008, dem Höhepunkt des Bus-Absatzes der letzten 20 Jahre, stehen 21.600 Einheiten im vergangenen Jahr gegenüber, dem momentanen Tiefpunkt. Daimler Buses hat davon 7.542 abgesetzt und die Marktführerschaft gefestigt. Davon wiederum wurden 5.851 Busse in Westeuropa verkauft, 1.691 in Osteuropa und Türkei, 2.039 in Deutschland. Zusätzlich wurden weltweit 1.021 Minibusse von Daimler abgesetzt.
Dennoch zeigte sich Schick auf Grund der Neuinvestitionen sowie der Produktinnovationen bei Mercedes-Benz und Setra für 2013 vorsichtig optimistisch. Kommunen schreiben wieder aus, im letzten Quartal sei der Auftragseingang um 40% gestiegen. "Wir werden 2013 Gewinn machen", so Schick abschließend.