(lop) Diese ITB steht im Zeichen von "Corporate Social Responsibility" (CRS). Heute am Eröffnungstag der Internationalen Tourismus Börse in Berlin machte Messeleiter Martin Buck deutlich, dass alle relevanten Untersuchungen der Reisegewohnheiten der Deutschen - von der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) bis zum WWF Deutschland - dahin weisen, dass Umweltstandards immer mehr bei der Reiseentscheidung an Gewicht gewinnen.
Sozial verantwortlich, umweltbewusst und nachhaltig will man verreisen. Nicht umsonst schrieben die "grünen Reiseveranstalter schwarze Zahlen" - alleine die im "Forum anders reisen" organisierten 128 Mitgliedsunternehmen mit einem Gesamtumsatz von 138 Mio Euro. Ob sich die daraus ergebenden wachsenden Chancen für den Bus als umweltfreundlichstes Reiseverkehrsmittel nutzen lassen, müssen die Gruppenreiseveranstalter bei dieser ITB herausfinden.
Bus ist wichtig
Dass der Reisebus "eine der Säulen des Tourismus" ist, betonte Dr. Michael Frenzel (Foto), Präsident des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW), soeben bei der Eröffnungspressekonferenz. Über 100 Mio Busreisen seien 2012 aus Deutschland unternommen worden. Generell sei die Bilanz des Vorjahres mit Umsatzbestmarken der Reiseveranstalter und Reisebüros sehr positiv. Um 5,5 % auf 24,4 Mrd Euro sei der Umsatz der Reiseveranstalter gestiegen, der Umsatz bei erdgebundenen Bus- und Bahnreisen um 1%. Auch die Zahl der Urlauber sei um 1% gestiegen - ebenfalls ein neuer Rekord. Die laufende Wintersaison liege ebenfalls deutlich mit einem einstelligen Wachstum im Plus.
Auch die Vorausbuchungen 2013 lassen ein "einstelliges Wachstum erwarten", prognostizierte DRV-Präsident Jürgen Büchy. Als Trends bezeichnete Büchy " das Bewährte". Aber das Qualitätsbewusstsein sei gestiegen. " Die Deutschen lassen sich ihre Reisen wieder etwas kosten."
Das CRS-Siegel
60 Reiseunternehmen, vor allem kleinere Veranstalter, haben bereits das CRS-Siegel. Es zeichnet Umweltbewusstsein und Verantwortung im Sinne von Nachhaltigkeit aus. Deutlich wird aber auch, dass vielerorts Schindluder mit einem "grünen Anstrich" getrieben wird. "Wirkliche Nachhaltigkeit zeigt sich dort, wo der Kernumsatz gemacht wird - nicht in einer kleinen Öko-Ecke, mit der dann groß Marketing betrieben wird", kritisiert Johannes Reißland vom "Forum anders reisen" in Berlin.