Feldmann war zuletzt Head of IT bei Service-Reisen Gießen. Der gelernte Reiseverkehrskaufmann bringt nach Angaben von Travel.Commerce langjährige Erfahrung in den Bereichen Travel Technology und Reisevertrieb mit. In früheren leitenden Funktionen bei TUI Leisure Travel, DER Deutsches Reisebüro sowie verschiedenen IT-Unternehmen war er unter anderem an der Entwicklung von Buchungs- und Vertriebssystemen beteiligt.
„Christian Feldmann versteht die Anforderungen mittelständischer Reiseveranstalter aus eigener operativer Verantwortung wie aus seiner langjährigen Tätigkeit an der Schnittstelle von Vertrieb, Technologie und Organisation“, sagt Dirk Rogl, Geschäftsführer von Travel.Commerce. Diese Verbindung aus Praxisnähe und Transformationskompetenz mache ihn zu einem wichtigen Partner in Veränderungsprozessen.
Travel.Commerce setzt dabei nach eigenen Angaben auf den Ansatz der sogenannten „Embedded Transformation“. Gemeint ist, dass Beratungsprojekte nicht nur strategisch konzipiert, sondern direkt in den Unternehmen verankert werden sollen. Im Mittelpunkt stehen demnach die Analyse bestehender Strukturen, die Einbindung in Organisation und Prozesse sowie die Umsetzung im Tagesgeschäft.
Damit reagiert das Beratungsnetzwerk auf eine Herausforderung, die viele touristische Unternehmen kennen: Zwischen digitaler Strategie und tatsächlicher Umsetzung klafft häufig eine Lücke. Travel.Commerce will diese schließen, indem Projekte enger an bestehende Abläufe angebunden und auf messbare Ergebnisse ausgerichtet werden.
KI-System für Kundendialog geplant
Parallel arbeitet Travel.Commerce an einer KI-basierten Lösung für den Kundendialog im touristischen Mittelstand. Das System mit dem Namen „Travel Commerce Connect“ wird unter Leitung von Partner Michael Schmidt entwickelt und soll bis Anfang 2027 entstehen. Das Projekt wird im Rahmen eines EU-geförderten INSPIRES-Projekts umgesetzt; beteiligt ist außerdem das IT-Haus Numbirds. Pilotkunden aus der Branche sollen in Konzeption und Testphase eingebunden werden.
Die geplante Anwendung soll einen digitalen Kundendialog über E-Mail und Messaging-Dienste wie WhatsApp ermöglichen — bis hin zu rechtssicheren Buchungsdialogen. Damit zielt Travel.Commerce insbesondere auf Unternehmen, in denen komplexe Reservierungssysteme einerseits und manuelle Prozesse andererseits bislang nur unzureichend miteinander verbunden sind.
Nach Angaben des Unternehmens richtet sich die Lösung vor allem an kleine und mittelständische Tourismusunternehmen. Sie soll den Einstieg in KI-gestützte Kundenkommunikation und digitalen Vertrieb erleichtern und Transformationsprojekte stärker mit konkreten Ergebnissen verknüpfen.





