Darauf weist die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) hin. Während sich der Inlandstourismus im April rückläufig entwickelte, profitiert Deutschland weiterhin von seiner Position als gut erreichbares und sicheres Reiseziel im Herzen Europas. So hat die European Travel Commission (ETC) nach Ausbruch des Krieges zwischen Israel und Iran eine steigende Nachfrage nach innereuropäischen Reisen festgestellt. Einer aktuellen Umfrage zufolge haben sich die Reiseabsichten innerhalb Europas um acht Prozent erhöht.
Auch eine Studie des Marktforschungsunternehmens Appinio im Auftrag der DZT zeigt positive Signale. Demnach wächst insbesondere in den wichtigen Quellmärkten Niederlande und Belgien das Interesse an Reisen nach Deutschland. Optimistisch blicken zudem internationale Reiseveranstalter auf die kommenden Monate. Im DZT Travel Industry Expert Panel für das zweite Quartal 2026 erwarten 53 Prozent der befragten Key Accounts eine leicht oder deutlich steigende Geschäftsentwicklung für ihr Deutschlandgeschäft in den nächsten sechs Monaten. Weitere 41 Prozent rechnen mit einer stabilen Entwicklung.
Nach Einschätzung der DZT verändert sich jedoch das Buchungsverhalten der Reisenden. Sicherheit, kurze Anreisewege und eine größere Flexibilität gewinnen an Bedeutung. „Der Ausbruch des Krieges im Nahen Osten und die damit verbundenen Störungen des Weltluftverkehrs haben die Fragilität aber auch die hohe Resilienz unseres globalen Systems deutlich gemacht“, erklärt Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der DZT. „Unser Expert Panel zeigt, dass die Menschen reisen wollen, aber sie buchen sicherheitsorientierter, kurzfristiger und stärker auf nahegelegene Destinationen ausgerichtet.“
Für Deutschland ergeben sich daraus nach Einschätzung der DZT neue Chancen. Hedorfer verweist auf die Positionierung Deutschlands als sicheres, serviceorientiertes Qualitätsreiseziel mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Auch die Prognosen des Analyseunternehmens Tourism Economics fallen positiv aus. In einem Basisszenario für das Jahr 2026 wird ein Wachstumspotenzial von 1,9 Prozent aus den europäischen Quellmärkten und von 4,5 Prozent aus den Überseemärkten erwartet.





