Der Betriebshof erstreckt sich über eine Fläche von rund 11.326 Quadratmetern. Im Mittelpunkt steht die Ladeinfrastruktur, über die die Fahrzeuge künftig mit Ökostrom versorgt werden. Ergänzt wird das Energiekonzept durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach sowie die Nutzung von Erdwärme. Unter Einsatz von grünem Strom kann das Betriebsgebäude CO₂-neutral betrieben werden.
Im Erdgeschoss befinden sich eine Wasch- und Pflegespur sowie eine speziell ausgestattete Werkstatt für die Wartung und Instandhaltung von Elektrobussen. Die Busabstellanlage wurde ebenfalls auf die Anforderungen eines elektrischen Fuhrparks zugeschnitten. In insgesamt elf Spuren können die Fahrzeuge geladen und für den täglichen Einsatz vorbereitet werden.
Die Stromversorgung erfolgt über eine eigene Trafostation. Ein überdachtes und begrüntes Gebäude schützt die Ladeinfrastruktur und ist Bestandteil des nachhaltigen Standortkonzepts. Die Ladeinfrastruktur wurde von Siemens geliefert und installiert. Sie basiert auf einer sogenannten Flex-Ladelösung und umfasst 49 Ladepunkte, davon 37 zusätzliche Ladepunkte gegenüber der bisherigen Ausstattung. Die installierte Gesamtleistung beträgt 6,6 Megawatt. Jeder Ladepunkt verfügt über eine Ladeleistung von 150 Kilowatt.
Die Ladepunkte sind platzsparend auf einer Traverse montiert, während die Leistungseinheiten räumlich getrennt installiert wurden. Die Lösung ist auf das nächtliche Laden der Fahrzeuge ausgelegt und soll einen effizienten Depotbetrieb ermöglichen. Nach Unternehmensangaben wird dieses Konzept bereits an weiteren Standorten, darunter Schenefeld und Billbrook, eingesetzt. Während der rund zweijährigen Bauphase wurde der Betrieb vorübergehend an den Standort „Beim Umspannwerk“ verlegt, damit der Linienverkehr ohne Einschränkungen weiterlaufen konnte.
Die künftig in Norderstedt stationierten Elektrobusse sollen planmäßig auf den Linien 178, 278, 378, 478, 578, 192, 493, 193, 293, 393, 793, 796, 7141 und 196 verkehren.





