Gefördert werden die Anschaffung oder Umrüstung von Bussen mit alternativen Antrieben im Personenverkehr sowie die hierfür erforderliche Lade- und Tankinfrastruktur:
- Batteriebusse inklusive Batterie-Oberleitungsbusse
- Brennstoffzellenbusse inklusive Batteriebusse mit Brennstoffzelle als Range-Extender
- Die Umrüstung konventioneller Busse auf Batterie- oder Brennstoffzellenantrieb
Neu ist ein zusätzliches „Skalierungsprogramm“. Es richtet sich an Verkehrsunternehmen, die bereits einen größeren Teil ihrer Busflotte elektrifiziert haben und nun den weiteren Hochlauf planen. Ergänzend bleibt das bisherige „Aktivierungsprogramm“ bestehen.
Die Auswahl der Projekte erfolgt in einem wettbewerblichen Verfahren. Bewertet werden unter anderem Umweltwirkung, Effizienz des Fördermitteleinsatzes, Umsetzungsperspektive sowie Einsatz- und Energiekonzepte.
Die Skizzenphase läuft acht Wochen. Einreichungen sind über das Förderportal easy-Online bis zum 21. Juli 2026 möglich.
Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen (BDO) bewertet den neuen Förderaufruf grundsätzlich positiv. Das BMV setze damit ein wichtiges Signal für die Transformation der Busbranche, heißt es seitens des BDO. Besonders begrüßt wird, dass neben dem ÖPNV auch Reise- und Fernbusse sowie kleine und mittlere Unternehmen ausdrücklich berücksichtigt werden. Gleichzeitig verweist der BDO darauf, dass die bisherigen Förderprogramme regelmäßig deutlich überzeichnet waren und die bereitgestellten Mittel weiterhin nicht ausreichen, um die Umstellung der Busflotten flächendeckend zu beschleunigen. Kritisch sieht der Verband zudem sinkende Förderquoten sowie die Befristung des Programms bis Ende 2029. Der BDO kündigte an, sich weiterhin für verlässliche Förderbedingungen und wettbewerbsfähige Fahrstrompreise einzusetzen.
Seit dem Start der ersten Förderrichtlinie im Jahr 2021 wurden laut BMV bereits mehr als 5.300 Busse bei rund 330 Verkehrsunternehmen bewilligt. Mehr als 2.300 Fahrzeuge sind demnach bereits im Einsatz. Über ihre Nutzungsdauer könnten diese Busse nach Ministeriumsangaben mehr als vier Millionen Tonnen CO₂ einsparen.
Eine Übersicht der bisherigen Zuwendungsempfänger steht hier zur Verfügung: Übersicht der Zuwendungsempfänger
Die Umsetzung der Förderung erfolgt durch die NOW GmbH sowie den Projektträger Jülich.
Begleitend zum Förderaufruf veranstaltet das BMV am 28. Mai 2026 um 13 Uhr eine Online-Informationsveranstaltung.
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