Die Präsentation des Modells S 8 im Jahr 1951 markierte einen Wendepunkt im Omnibusbau. 75 Jahre später blickt die Marke Setra auf eine Entwicklung zurück, die den europäischen Reisebus nachhaltig geprägt hat.
Mit der Vorstellung des S 8 begann 1951 die Geschichte von Setra. Der Bus war der erste serienreife Reisebus in selbsttragender Bauweise und vereinte Fahrgestell und Aufbau in einer Konstruktion. Dieses Prinzip setzte sich durch und wurde zu einem wichtigen Standard im Omnibusbau. Die Premiere fand am Rande der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt am Main statt. Schnell rückte das Fahrzeug in den Fokus der Fachwelt. Neben der Bauweise sorgten auch das stromlinienförmige Design, große Gepäckräume und der Heckmotor für Aufmerksamkeit.
Auf den S 8 folgte die Baureihe 10 mit mehreren Varianten. Mit der Baureihe 100 führte Setra 1967 das Baukastenprinzip ein. Bauteile wurden nun in verschiedenen Modellen verwendet, was die Produktion effizienter machte. Gleichzeitig boten die Busse mehr Platz und Komfort. Zum 25-jährigen Jubiläum erschien die Baureihe 200. Sie brachte unter anderem Scheibenbremsen an der Vorderachse und eine neue Belüftungstechnik. 1991 folgte die Baureihe 300, die sich durch ein neues Design und ein überarbeitetes Spiegelsystem auszeichnete.
Mit der Baureihe 400 ab 2001 erweiterte Setra sein Angebot deutlich. Mehr als 20 Modelle entstanden, darunter auch Varianten für den US-Markt. Die aktuelle Baureihe 500 führt diese Entwicklung fort und umfasst verschiedene Buskonzepte für Fernverkehr und Überlandlinien.
Vielseitige Einsatzmöglichkeiten
Mit der Einführung der Top Class 400 ab dem Jahr 2001 baute Setra sein Portfolio deutlich aus. In dieser Baureihe entstanden mehr als 20 unterschiedliche Bustypen, darunter auch Varianten für den US-amerikanischen Markt. Die aktuelle Baureihe 500 führt diese Entwicklung fort und bündelt verschiedene Fahrzeugkonzepte unter einem Dach. So stehen die Modelle der Comfort Class 500 für den wirtschaftlichen Einsatz im Fern- und Gelegenheitsverkehr, während die Fahrzeuge der Top Class 500 vor allem im hochwertigen Fernreiseverkehr eingesetzt werden. Ergänzt wird das Angebot durch die Multi Class 500 LE, die als Low-Entry-Überlandbus konzipiert ist und Niederflurtechnik im vorderen Bereich mit einem komfortableren Fahrgastraum im hinteren Teil verbindet. Innerhalb dieser Generation gilt insbesondere der Doppelstockbus S 531 DT als prägnantes Beispiel für die Weiterentwicklung der Baureihe.
Mit dieser Bandbreite deckt Setra heute unterschiedliche Einsatzbereiche ab – vom Linienverkehr im Regionalbereich bis hin zu Fernreisen über große Distanzen. Die technische Entwicklung der Fahrzeuge zeigt sich vor allem in Fortschritten bei
Sicherheitssystemen, Fahrerassistenz und Komfort. Gleichzeitig lassen sich Ausstattung und Innenraumgestaltung an die jeweiligen Anforderungen der Betreiber anpassen. Auch barrierefreie Lösungen, etwa durch Liftsysteme für einen erleichterten Einstieg, sind Teil der Fahrzeugkonzepte geworden.
Bildunterschrift:
Setra feiert 75-jähriges Jubiläum mit dem S 8 aus dem Jahr 1951 und dem S 516 HDH, „Coach of the Year 2026“.
Foto: Daimler Truck





