BDO „THINKBUS“ live: Potenziale ausschöpfen – aber gemeinsam

Die ThinkBus 2025 des bdo in Berlin bot hochkarätige Speaker und Diskussionen zu Bustourismus, E-Mobilität, HVO100 und D-Ticket. Experten betonten die Bedeutung von klarer Zielgruppendefinition und Branchenzusammenhalt für die Zukunft der Bustouristik.

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(coe) Hochkarätige Speaker und innovative Ansätze bot die „ThinkBus“ des bdo in Berlin. Unterteilt in vier Themenblöcke ging es um die aktuellen Branchenthemen, vom „Bustourismus als Wirtschaftsfaktor“ über „Elektro, Wasserstoff & Co – Top oder Flop“ und „HB100: Übergang oder echte Alternative?“ bis zu „Eigenwirtschaftlichkeit & fairer Wettbewerb in Zeiten des D-Tickets“. Dabei beleuchteten Wissenschaftler, Reiseveranstalter, Busunternehmen wie Hersteller die unterschiedlichen Herausforderungen. (Foto oben: bdo-Präsident Karl Hülsmann und bdo-Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard, (c) coe)

Innovative Reiseideen und eine klare Zielgruppendefinition mit der entsprechenden Ansprache seien elementar für die Bustouristik, waren sich die Experten einig – egal ob es um die (noch) unerschlossene Zielgruppe der Familien geht oder um die Stammkundschaft der Silver Ager. Die aktuelle Studie „Wirtschaftsfaktor Bustourismus in Deutschland“ vom dwif (Deutsches Wirtschaftswissenschaftliches Institut für Fremdenverkehr e.V. an der Universität München) wird in Kürze fertiggestellt, verspricht aber schon jetzt viele Argumente für die Bustouristik – sowohl gegenüber den Kunden, als auch gegenüber den Destinationen und Leistungsgebern.

Die bürokratischen und logistischen Herausforderungen aufgrund der Antriebswende lassen sich nicht wegdiskutieren, dennoch ist der Reisebus hier nun (endlich) zumindest in die Planungen mit aufgenommen worden – die Zukunft sei hier klar batterieelektrisch, erläuterte Dr. Michael Roth, Head of Product Strategy Bus bei MAN. Der erste batterieelektrische Bus soll 2026 präsentiert werden – über Lieferzeiten und den entsprechenden Preis gab es noch keine Information.

Bis dahin bietet HVO100 zumindest eine gute Möglichkeit, auch bei den schon vorhandenen Bussen CO2 zu sparen – auch wenn es höherpreisig ist als der Diesel und der Bus ohnehin schon das umweltfreundlichste Reisemittel sei, könne man in dieser Kombination „uneinholbar“ werden, so Sonja Bayer, Geschäftsführerin Robert Bayer GmbH.

Während den Pausen und sicherlich auch beim Fastenfischessen im Anschluss an die Veranstaltung, wurde viel diskutiert und sich ausgetauscht, denn alle Themen hatten eine Schlussforderung gemein: sich gemeinsam stark als Branche zu positionieren, sei der schnellste, produktivste und vielleicht auch einzige Weg in die Zukunft.

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